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Update:

Babylonisches Sprachdurcheinander in der WartezoneTagesbilanz der Sanitätsstation vom 23.09.2022

Das zweite Wiesnwochenende ist als "Italiener-Wochenende" bekannt. Aber auch Franzosen, Amerikaner und viele andere Nationalitäten sind auf dem Gelände unterwegs. Folglich finden sich auch viele Nationalitäten auf der Sanitätsstation ein. Da radebricht dann schon mal ein Bayer mit einem Franzosen - dank alkoholgeschwächter Zunge nicht immer erfolgreich.

Foto: (Foto: Nina Eichinger)
(Foto: Nina Eichinger)

: Der erste Wiesn-Freitag war nicht nur der Tag mit den meisten Patienten, mit seinem babylonischen Sprachwirrwarr war er auch zwischenzeitlich erheiternd. Zwei Männer, die wegen kleinerer Verletzungen im Wartebereich "geparkt" wurden, versuchten ins Gespräch zu kommen.

Da war zum einen Franz, Mitte 50, aus München und Francois, Ende 40, aus Paris. Franz hatte einen Insektenstich im Zeigefinger und Francois etwas ins Auge bekommen. Franz zum Sitznachbarn aus Frankreich: „Come on marmelade wu?“ Gemeint war eigentlich: „Wie geht es Ihnen“ auf Französisch, also „Comment allez vous“. Francois versuchte freundlich zu lächeln, während er sich das eine Auge zuhielt und überlegte, was der Herr von ihm wollte. Franz legte nach: „Schee Apfel Franz.“ Gemeint war eigentlich „Je m’appelle Franz“, also "Ich heiße Franz". Wieder wurde vom Franzosen gelächelt und angestrengt nachgedacht.

Der Franzose wurde dann vom Aicher-Arzt erlöst, der ihn zur Behandlung abholte und ihm den Fremdkörper aus dem Auge entfernte.
Der Bayer kommentierte das Ganze mit: „So ein b’soffener Franzos‘. Der kann ja nicht mal mehr seine eigene Sprach‘“. Auch sein Insektenstich wurde ärztlich versorgt und beide konnten die Sanitätsstation bald wieder verlassen. Inwieweit die beiden die Gesprächsversuche fortsetzten, ist nicht bekannt.

Der Tag in Zahlen

Patienten gesamt: 434
Einsätze auf dem Gelände: 180
Tragentransport: 92
Ärztliche Versorgungen: 303
chirurg. Wundversorgungen: 29
CT: 13

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