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Arbeitsreicher Tag für die Einsatztruppen der PolizeiPolizeibericht vom 22. September 2022

Der sonnige Tag brachte viele Menschen auf das Oktoberfest und führte dazu, dass der Tag für Sicherheitsdienste und Polizei gleichermaßen arbeitsam wurde. Vor allem im Bereich Taschendiebe kann die Polizei einige Erfolge vorweisen - auch, weil sich ein Taschendieb ausgerechnet einen Beamten in Zivil für einen Diebstahls aussuchte.

Foto: (Foto: Nina Eichinger)
(Foto: Nina Eichinger)

: Bereits am frühen Freitag Morgen, gegen 00:30 Uhr, musste die Polizei im Bereich der Matthias-Pschorr-Straße den Weg Richtung Esperantoplatz absperren. Die Absperrung war durch Flatterband und die eingesetzten Polizeikräfte deutlich sicht- und erkennbar, was einen 28-Jährigen nicht davon abhielt, wiederholt zu versuchen, an der Absperrung vorbeizukommen. Er verhielt dabei äußerst aggressiv gegenüber den eingesetzten Beamten. Auch einen gegen ihn ausgesprochenen Platzverweis ignorierte er, so dass er von Beamten an den Oberarmen genommen wurde, um ihn von der Absperrung fernzuhalten. Die Beamten trugen ihn aus dem Bereich und stellten ihn dort ab. Der 28-jährige holte daraufhin aus und versuchte einen Beamten zu schlagen. Er wurde daraufhin zu Boden gebracht und gefesselt. Da er auch noch mit den Beinen gegen den Brustkorb eines Polizeibeamten, wurden auch seine Beine gefesselt.

Er erhielt Amzeigen wegen Körperverletzung und tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte und wurde in Gewahrsam genommen. Auf dem Weg zur Wiesnwache spuckte er dann noch einen Sanitäter an, was ihm eine weitere Anzeige wegen Beleidigung einbrachte. Aufgrund der erheblichen Aggressivität und der ansehbaren Gefahr, dass er weitere Straftaten begehen würde, verblieb er bis zum Morgen in Gewahrsam.

Früher am Donnerstag, gegen 21:15 Uhr, wurde ein 25-Jähriger mit Wohnsitz in Bad Kissingen durch den Ordnungsdienst zum Verlassen eines Festzeltes aufgefordert. Da er das nicht tat, begleiteten ihn zwei Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes nach draußen, wogegen er sich wiederholt wehrte und im Verlauf einer Rangelei einem 23-jährigen Ordnungsdienstmitarbeiter in den Oberarm biss.

Die herbeigerufenen Beamten der Wiesnwache zeigten den 25-Jährigen wegen Körperverletzung an. Da 25-jährige Tatverdächtige im Verlauf der Auseinandersetzungen ebenfalls verletzt worden war, wurde er vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.

Taschendieb gerät an den Falschen

Am Donnerstag, gegen 22:30 Uhr, geriet ein Taschendieb ausgerechnet an einen Polizeibeamten, der sich privat auf der Theresienwiese aufhielt, und versuchte ihm das Handy zu entwenden. Der bemerkte das jedoch und verständigte über den Notruf 110 die Münchner Kollegen wegen eines versuchten Taschendiebstahls in einem Festzelt. Eine Gruppe der Wiesnwache ging daraufhin zum Festzelt, um den Sachverhalt aufzunehmen. Die ersten Ermittlungen ergaben, dass der 37-Jährige versuchte, dem sich privat auf der Wiesn befindlichen Polizeibeamten das Mobiltelefon aus der Hosentasche zu entwenden. Als der Polizeibeamte dies bemerkte, hielt der Tatverdächtige das Mobiltelefon bereits in der Hand.

Vor Ort übernahm die Gruppe den 37-jährigen Tatverdächtigen mit Wohnsitz in Frankfurt am Main, nahm ihn vorläufig fest und zeigten ihn wegen versuchtem Diebstahls an. Im Rahmen der körperlichen Durchsuchung wurden Wertgegenstände aufgefunden, für die der 37-Jährige keinen plausiblen Herkunftsnachweis führen konnte, woraufhin diese sichergestellt wurdne, da sie für mögliche weitere Taten in Frage kommen könnten. Der 37-Jährige wurde nach Anzeigenaufnahme wieder entlassen.

Auch in mehreren anderen Fällen waren die Taschendiebfahnder erfolgreich

Bereits gegen 16:05 Uhr, befand sich eine 51-Jährige mit Wohnsitz in München in einem Bekleidungsgeschäft in der Weinstraße. Im Geschäft befanden sich gleichzeitig eingesetzte Polizeibeamte. Die Beamten konnten beobachten wie eine 31-Jährige, eine 32-Jährige und ein 21-Jähriger (alle mit ukrainischer Staatsangehörigkeit) ohne festen Wohnsitz in Deutschland ein hochwertiges Mobiltelefon aus der Handtasche der 51-Jährigen entwendeten. Vor dem Geschäft wurden die drei Taschendiebe festgenommen. Bei der Durchsuchung konnte das entwendete Mobiltelefon aufgefunden werden und der Eigentümerin wieder übergeben werden. Alle drei Tatverdächtigen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München gebracht und werden dort im Laufe des Tages einem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Etwas später, gegen 20:55 Uhr, hatte ein 42-Jähriger seine Bauchtasche im Festzelt neben sich auf die Bierbank gelegt. Ein 35-Jähriger nutzte die Gelegenheit, nahm die Bauchtasche des Wiesnbesuchers an sich, entfernte sich und entnahm der Bauchtasche die Geldbörse und warf sie weg. Er wurde dabei jedoch von Polizeibeamte beobachtet und vorläufig festgenommen. Die entwendete Geldbörse konnten die Beamten bei ihm auffinden und an den Wiesngast zurückgeben. Der Tatverdächtige wurde wegen Taschendiebstahls angezeigt und in die Haftanstalt beim Polizeipräsidium München gebracht, von wo aus er einem Ermittlungsrichter vorgeführt wird.

Kurz vor Tagesende, gegen 23:30 Uhr, befand sich ein 28-jähriger amerikanischer Wiesngast im Bereich der Kreuzung Bavariaring / Pettenkoferstraße. Polizeibeamte konnten beobachten, wie ein 36-Jähriger wohnsitzloser Slowake zum 28-Jährigen ging, diesen ablenkte und ihm dabei das Mobiltelefon aus der Jacke entwendete. Die Beamten griffen ein, stellten das entwendete Mobiltelefon sicher und händigten es dem 28-Jährigen wieder aus. Der 36-Jährigen wurde festgenommen und wegen Taschendiebstahls angezeigt. Nachdem der Verdächtige keinen festen Wohnsitz hat, wird er zur Prüfung der Haftfrage dem Ermittlungsrichter im Polizeipräsidium München vorgeführt.

Gegen 00:50 Uhr dann konnten Polizeibeamte im Wiesnumfeld drei Tatverdächtige beobachten, die augenscheinlich alkoholisierte Festbesucher umarmten und dabei nach Wertgegenständen durchsuchten. In einem Fall gelang den Tatverdächtigen der Diebstahl einer Halskette von einem 57-jährigen Münchner. Dieser bemerkte die Tat und entriss dem Taschendieb seine Halskette. Die Beamten nahmen die Tatverdächtigen fest und durchsuchten sie. Bei einem der Tatverdächtigen, einem 28-jährigen Lybier ohne festen Wohnsitz in Deutschland, konnten weitere Wertgegenstände aufgefunden werden, für die kein plausibler Eigentumsnachweis erbracht werden konnte. Alle drei Verdächtige wurden wegen Diebstahls angezeigt und in die Haftanstalt beim Polizeipräsidium gebracht, wo sie im Laufe des Freitag einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

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