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187. Münchner Oktoberfest
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Update:

Historisches FahrgeschäftDas Teufelsrad

Das Teufelsrad ist seit je her ein Wiesn-Kult: Auf einer Scheibe, die sich im Laufe der Fahrt immer schneller dreht, können Kinder und Erwachsene mitfahren. Wer am Längsten auf der Scheibe sitzen bleibt, gewinnt!

Das Teufelsrad in Aktion (Foto: Nina Eichinger)

Auf einen Blick

Betreiber: Teufelsrad GbR
Elisabeth Polaczy
Grundfläche: Länge: 25 m - Tiefe: 26 m

Wer das Teufelsrad erstmalig besucht, wird sich wundern: Das Fahrgeschäft glänzt nicht durch moderne Technik oder ein „schneller, höher, wilder”. Vielmehr liegt dem Teufelsrad ein ebenso simples wie geniales Konzept zu Grunde: Inmitten der hölzernen Arena befindet sich eine rotierende runde Plattform.

Teufelsräder gibt es seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Heute sind sie nur noch selten zu finden. Au dem Münchner oktoberfest war es erstmals 1910 zugegen. Der „Rekommandeur“ animiert die Besucher, die Plattform zu benutzen: Auf sein Kommando, wie etwa „Es fahren alle Kinder zwischen 8 und 14 Jahren!” oder „Alle Mädchen ab 18 im Dirndl!”, stürmen die Auserwählten die Scheibe und setzen sich. Die besten Plätze mit der größten Chance auf der Scheibe zu bleiben, befinden sich in der Mitte. Wenn die Plätze eingenommen sind, sezt sich die Plattform in Bewegung - anfangs langsam, dann immer schneller. Der Rekommandeur kommentiert das Geschehen charmant mit teilweise ziemlich derben Sprüchen in bayerischem Dialekt. Dabei macht er Späße auf Kosten der Mitfahrer zur Gaudi der Zuschauer rundum. Ein Mitfahrer nach dem anderen rutscht durch die Fliehkraft von der Scheibe. Wer nicht von selbst aussteigt, wird gern mit einem gekonnten Lassowurf oder einem an einem Seil hängenden großen Ball abgeschossen.

Auch prominente Wiesnbesucher, wie anno dazumal Karl Valentin und Liesl Karlstadt oder heutzutage der amtierende Oberbürgermeister fahren gerne mit.

-fn