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Wiesn 2020 abgesagt

Das Oktoberfest 2020 findet nicht statt. In einer gemeinsamen Erklärung mit dem Bayerischen Ministerpräsident Markus Söder hat Oberbürgermeister Dieter Reiter am 21.04.2020 um 9 Uhr wegen der Corona-Krise das Münchner Oktoberfest für 2020 abgesagt!

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187. Münchner Oktoberfest
19. September - 4. Oktober 2020
18. September - 3. Oktober 2021
Update:

Oktoberfest-Schlußbericht 2013Entspannte Wiesn mit nassem Ende

Startete das 180. Münchner Oktoberfest noch mit sommerlichen Temperaturen, so wurde das wetter im Verlauf herbstlicher. Am letzten Wiesnwochenende herrschte dann nasses und kaltes Herbswetter mit Dauerregen vor. So bevölkerten Anfangs die Besucher Biergärten und Schaustellerbetriebe, während am Ende die Gäste bei guter Stimmung in den reichlich vollen Bierzelten feierten.

Unterwegs auf der Oidn Wiesn (Foto: Gerd Bruckner)

Auf einen Blick

Besucher: 6,4 Millionen
2012: 6,4 Millionen
Bierkonsum: 6,7 Millionen Maß
2012: 6,9 Millionen Maß
Verzehr: 114 Ochsen
2012: 116 Ochsen
Sichergestellte Krüge: ca. 81 000
2012: 111 000
Fundstücke: rund 4200
2012: rund 4500
Stromverbrauch: 3,0 Millionen kWh
2012: 2,7 Millionen kWh
Wasserverbrauch: 105 000 m³
2012: 110 000 m³
Gasverbrauch: 230 000 m³
2012: 220 000 m³

: Vom Wetter her war das 180. Oktoberfest eine richtige „Herbst-Wiesn“. Lockten anfangs die spätsommerlichen Temperaturen die Besucher in die Biergärten und den Schaustellerteil, so änderte sich das vor allem spätnachmittags und abends ab der Halbzeit: Die gesunkenen temperaturen liesen die Wiesn-Gänger dann frösteln. Gegen Ende setzten sich Regenschauer und Dauerregen durch und führten zu einem nassen Ende. Allerdings tat dies der guten Stimmung der Feiernden in entspannter Atmosphäre keinen Abbruch. Auch die mittlerweile fest etablierte Oide Wiesn tat ihr Übriges dazu.

So bot das Oktoberfest als Volksfest im besten Sinne für Groß und Klein, Partygänger und Traditionalisten, Volksfest-Fans und Genießer alles, was das Herz begehrte. Die Festleitung schätze die Zahl der Wiesnbesucher auf rund 6,4 Millionen. Auf der Oidn Wiesn wurden nun 540.000 Besucher gezählt, 5.000 mehr als beim letzten Mal 2011; damals dauerte die Wiesn allerdings zwei Tage länger.

Mehr Einheimische, weniger Italiener

Aus Sicht der Festleitung ist das Oktoberfest ein Fest für die Münchnerinnen und Münchner, die mit Gästen aus dem Umland, aus Bayern und aus aller Welt gemeinsam feiern. Wie schon in den vergangenen Jahren liegt heuer die Tracht auch bei Kälte und Regen immer noch im Trend. Viele englischsprachige Wiesn-Fans von Australien bis USA wurden gesichtet, ebenso Gäste aus Asien, Osteuropa, Afrika und dem arabischen Raum. Deutlicher Rückgang bei Besuchern aus Italien: Anscheinend wegen der Wirtschaftslage sind viele Italiener dieses Jahr nicht nach München auf die Wiesn gekommen.

Ebenso prägte die unklare wirtschaftliche Situation das Ausgabeverhalten der Festgäste: Speziell in den kühlen Abendstunden blieben die Euros im Geldbeutel und klingelten nicht in den Kassen beim Straßenverkauf oder bei den Schaustellern. Noch mehr als bereits im Vorjahr wurden nur gezielte Ausgaben getätigt, Qualität ging vor Quantität. Dennoch sind Festleitung, Schausteller, Marktkaufleute und Wirte mit dem Verlauf der Wiesn insgesamt zufrieden.

Speis und Trank

Das Angebot der Küchen auf dem Oktoberfest ist recht vielfältig; für fast jeden Geschmack ist etwas dabei. Von der herzhaften Schweinshaxn bis zur fränkischen Bratwurst, vom Steckerlfisch bis zum Kesselfleisch reicht die Speisekarte. Leicht rückläufig war der Absatz des klassischen Wiesn-Hendls. Das mag auch an der immer größeren kulinarischen Auswahl liegen. Viel Aufmerksamkeit bekamen die veganen Gerichte, die dieses Jahr erstmalig in drei Gastrobetrieben auf der Wiesn angeboten wurden.

Typische Spezialitäten: In der Ochsenbraterei wurden 114 Ochsen verspeist. Die Kalbskuchl meldet einen Verzehr von 58 Kälbern.

Die Oktoberfest-Gäste tranken 2013 insgesamt 6,7 Millionen Maß Bier, wobei wetterbedingt anstatt der Biergärten lieber die Festzelte aufgesucht wurden.

Neben Speisen und Getränken waren auch die süßen Wiesn-Schmankerl wieder beliebt: Der Bogen spannte sich von Leckereien aus Omas Zeiten wie Pfefferminzbruch, Bärendreck und Riesenweingummi bis hin zu neuen Kreationen im Schokofrüchtebereich wie der Ananaserdbeere.

Her mit den Krügen!

Die Krugdiebstähle sind erneut rückläufig: Aufmerksame Ordner nahmen den Andenkenjägern rund 81.000 Bierkrüge (2013: 110.000 Bierkrüge) in den Zelten und an den Ausgängen des Festgeländes ab.

Schaustellerbetriebe

Der 3. Oktober, der „Tag der Deutschen Einheit“, war dank des Sonnenscheins ein sehr erfolgreicher Tag für die Schausteller. Über die Schaustellerstraße flanierten viele Familien. Die Karussells, Achterbahnen, Laufgeschäfte und Spielbuden „brummten“. Die Neuheiten „Cobra“, „Odyssee“, „Pirates Adventure“ und „Sky Fall“ waren bis Ende des Festes stark frequentiert. Das Interesse an den Volksfest-Attraktionen war generell spürbar. Wetterbedingt muss jedoch von Umsatzeinbußen im Schaustellerbereich bis zu 20 Prozent im Vergleich zu den letzten Jahren gesprochen werden.

Souvenirs, Souvenirs

Gut behütet bummelt die Besucherin über die Wiesn. Natürlich mit schmückender Feder am Hut, die es an den Standln zu kaufen gab. Die erstmals angebotenen Logo-Westen waren gegen Wiesn-Ende bereits ausverkauft. Ein kleines Mitbringsel wird gerne geordert: Ministeinkrüge, Lebkuchenherzerl und Logo-Pins.

Kein Wiesn-Hit 2014

Auch am Ende der Wiesn brachte die Wiesn-Hitparade keinen Sieger hervor. Oft gespielt wurden „Rock mi“ von Voxxclub, „I sing a Liad für di“ von Andreas Gabalier, aber auch „Fürstenfeld“ von S.T.S., „10 Meter gehn“ von Chris Boettcher und das „Fliegerlied“ von Donikkl. Oldies wie „Skandal im Sperrbezirk“ der Spider Murphy Gang, Doris Days „Que sera“ oder Drafi Deutschers „Marmor, Stein und Eisen bricht“ sind immer noch wiesntauglich. Über allem die Hymne des Bieres „Ein Prosit der Gemütlichkeit“.

Aus dem Servicezentrum

Die Polizei spricht von einer „normalen Wiesn“ mit ruhigem Verlauf und lobt ausdrücklich die Sicherheitspartnerschaft zwischen Beschickern, Behörden, Bayerischem Roten Kreuz (BRK) und den Sicherheitskräften.

Das BRK vermeldet einen erfreulichen Verlauf der Wiesn 2013. Bis Samstagabend wurden 155 Kinder (2011: 190) in den hellen Räumen der Kinderbetreuungsstelle gewickelt oder gestillt. 8 verloren gegangene Kinder wurden von den Mitarbeiterinnen der Kinderfundstelle des BRK-Kreisverbands München und 27 von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Jugendamtes der Landeshauptstadt München betreut.

Im Rahmen der Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ stand mit dem Security Point auf dem Oktoberfest wieder eine Anlaufstelle für Frauen in unterschiedlichsten Notlagen auf dem Oktoberfest zur Verfügung. Betreut wurde dieser Service von geschulten Mitarbeiterinnen der Initiativen AMYNA – Institut zur Prävention von sexuellem Missbrauch, IMMA – Initiative Münchner Mädchenarbeit und dem Frauennotruf München, die mit Rat und Tat hilfesuchenden Wiesn-Besucherinnen zur Seite standen. Mit diesem spezifischen Hilfsangebot für Mädchen und Frauen ist das Oktoberfest weltweit führend und wird seiner Vorbildfunktion als innovatives Volksfest gerecht.

Die Branddirektion spricht von einer „normalen“ Wiesn. Die präventiven Sicherheitsmaßnahmen und die umfangreichen Einsatzplanungen haben sich erneut bewährt. Das Gesundheitsamt meldete keine besonderen Vorkommnisse.

Der Stromverbrauch von 3,03 Millionen Kilowattstunden liegt mit circa 8,3 Prozent über dem Verbrauch der Wiesn von 2011 (bereinigt auf 16 Tage). Die höchste Tagesspitze wurde am 2.10. mit 14.334 Kilowatt um 20 Uhr gemessen. Am Tag der deutschen Einheit war der höchste jemals gemessene Tagesverbrauch mit 207.576 Kilowattstunden. Der Wasserverbrauch liegt mit circa 105.000 Kubikmeter leicht unter dem Verbrauch von 2011. Der Gasverbrauch wird mit 230.000 Kubikmeter circa 20 Prozent über dem vergleichbaren Zeitraum von 2011 liegen. Einen großen Anteil daran hat der enorme Anstieg von 160 Prozent bei den Gartenheizungen. Dieser Anstieg resultiert aus den sehr kühlen, aber trockenen Tagen seit Mitte der ersten Woche.

Die Pressestelle zählte rund 3.951 Journalistenkontakte aus dem In- und Ausland wie Australien, Argentinien, Bosnien-Herzegowina, Brasilien, China, Frankreich, Italien, Japan, Luxemburg, der Niederlande, Österreich, Peru, Rumänien, Russland, Ukraine, Schweiz, Slowenien, Spanien, der Tschechischen Republik, Türkei und den USA. Es wurden 454 Dreh- und Fotogenehmigungen an verschiedene Film- und TV-Teams sowie Onlinedienste erteilt. 44 Pressemitteilungen mit einer Auflage von rund 9.000 Stück wurden im Vorfeld und während der Wiesn ausgegeben.

Kuriose Funde im Fundbüro

Bis Wiesn-Schluss zählte das Wiesn-Fundbüro rund 4.200 Fundstücke, darunter 1.065 Ausweise, 940 Kleidungsstücke, 520 Geldbörsen, 400 Schlüssel, 320 Smartphones und Handys, 300 Taschen, Rucksäcke und Beutel, 260 Brillen, 110 Schmuckstücke und Uhren, 50 Fotoapparate, 35 Regenschirme und Stöcke sowie 30 Hirschfänger.

Als Kuriosa wurden während der Wiesn 2013 abgegeben: Ein Segway, ein Skateboard, zwei Eheringe, eine Stele in Form eines Bleistifts, ein Kindle-Reader, ein Laptop, ein Hörgerät und ein Teilgebiss. Vermisst werden noch 50.000 Euro in bar, eine Trommel und eine Gitarre. Es erkundigte sich jemand nach seinem Personalausweis, den er bei der Bedienung hinterlegt hatte, weil er nicht genügend Geld für die Zeche dabei hatte.

-Wiesn-Pressestelle/mrj