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191. Münchner Oktoberfest
19. September - 4. Oktober 2026
Update:

Ein Ausblick auf die Wiesn 2026Countdown zur Wiesn

Am letzten Werktag des Juli ist ein Termin fix gebucht: Die Wiesn-Pressekonferenz. Neu ist dieses Jahr, dass auch der Krug bereits heute vorgestellt wurde - die Krugrede entfällt.

Foto:  (Foto: Robert Auerbacher)
Fotos von der Wiesn-Pressekonferenz 2026 (Foto: Robert Auerbacher)

: Der Aufbau auf der Wiesn ist bereits in vollem Gange und nach den großen Zelten haben inzwischen auch die kleineren Zelte mit den Aufbauarbeiten begonnen. Dieser Zeitpunkt ist der ideale Termin, die Neuheiten der Wiesn 2026 vorzustellen. Die Neuigkeit, auf die viele bereits gespannt sind, ist sicherlich "Bartls Flößerstadl". Nach dem Rückzug der Münchner Stubn hat die Stadt schnell entschieden. Und Klaus Bartl zeigt sich allgemein begeistert, von der Unterstützung, die ihm von allen Seiten zukommt. Mit seinem Zelt nimmt er zum einen die historische Flösserei in München auf und bietet - unterstützt von der ehemaligen Küchenmannschaft der Münchner Stubn - regionale Qualitätsprodukte. Im Zelt haben 398 Gäste Platz und damit etwas weniger als in der Münchner Stubn. Aufbaubeginn soll am Montag sein. Bei der Brauerei hat sich Klaus Bartl für Augustiner entschieden.

Bodos Cafézelt erhält dieses Jahr ein neues Zelt. Weg von der Alu-Bude hin zu einem modernen Holzbau. Die Bar wird auf die Galerie verlegt und kann dort sogar mehr Platz bieten, der Straßenverkauf ist überdacht und mit Sitzplätzen bestückt. Die Anzahl Plätze bleibt mit 587 dennoch unverändert.

Die letzte Neuerung in Sachen Zelte auf der großen Wiesn betrifft das Paulaner Festzelt, in dem ab diesem Jahr Christine und Lorenz Stiftl als Wirte fungieren. Diese Änderung ist dann der Grund für eine weitere Änderung, diesmal allerdings auf der Oidn Wiesn: Die Schützenlisl brauchte nach dem Wechsel der Stiftls auf die Wiesn neue Wirte und die kommen von der Oidn Wiesn. Michael Bietsch, der bisher die Historische Kegelbahn betrieben hat, übernimmt. Er hat sich die Geschäftsführer der beliebten Münchner Suppenküche, Florian Fendt und Manfred Kneifel als Partner geholt. Die künstlerische Leitung bleibt unverändert in den Händen von Traudi Siferlinger. Geändert hat sich allerdings das Bier: 2026 gibt es in der Schützenlisl Hacker-Pschorr aus dem Holzfass. Aber auch die historische Kegelbahn bleibt entgegen früheren Befürchtungen erhalten. Nach dem Wechsel von Michael Bietsch zur Schützenlisl wird die Kegelbahn mit Bar nun von Sabine Erhard betrieben.

Neues bei den Schaustellern

Mit dem "Shake & Roll" gibt es dieses Jahr ein neues Rundfahrgeschäft auf der Wiesn. Es ist eine Weiterentwicklung des "Break Dance". Anders als bei diesem sind die Gondeln jedoch so frei montiert, dass sie sich durch Fliehkräfte angetrieben sogar überschlagen können.

Ebenfalls neu ist "Fisherman's" von Franz Xaver Kollmann, das gerade erst auf dem Gäubodenfest stand. Es handelt sich um ein dreistöckiges Schau- und Belustigungsgeschäft mit Action und Wasserabenteuern - passend zum Thema Fischerdorf.

Etwas mehr Mut braucht das "Chaos Pendel" von WIlli Ottens junior. Zwei Gondeln werden hierbei mit bis zu 80 km/h in bis zu 42 Metern Höhe durch die Luft gewirbelt.

Die Sanierungspause des Stadtmuseum zeigt positive Auswirkungen im Museumszelt auf der Oidn Wiesn. In Zusammenarbeit mit der Historischen Gesellschaft Bayerischer Schausteller wurde eine Sonderausstellung zum Thema Jahrmartkfotografie entwickelt, die neben historischen Artefakten und Apparaten auch die Möglichkeit gibt, bei Chris Doherty Scherzfotografien im Retro-Stil anfertigen zu lassen. Sicher ein Hingucker und einen Besuch wert.

Fundbüro macht Platz für Sicherheitszentrale

Aber auch von Seiten des Veranstalters gibt es Neues. Die Erfahrungen des letzten Jahres mit der Überfüllung am mittleren Wiesn-Samstag haben dazu geführt, dass das Kreisverwaltungsreferat eine eigene Sicherheitszentrale eingerichtet hat - unabhängig von der Polizei, wenn auch in guter Zeusammenarbeit. Es geht hier vor allem darum, an zentraler Stelle alle notwendigen Informationen und Ansprechpartner verfügbar zu haben und eine bessere Besucherlenkung zu ermöglichen. Man hofft damit, nahende Überfüllungssituationen frühzeitg erkennen und verhindern zu können.

Um den Platz hierfür zu finden (und die Warteschlangen vor dem Behördenhof zu lichten) musste das Fundbüro weichen. Es ist zukünfig im Verkehrszentrum des Deutschen Museum, oberhalb der Theresienwiese, zu finden und hat von 13 bis 20 Uhr geöffnet. Fundstücke werden aber voraussichtlich ein bis zwei Tage brauchen, bis sie dort ankommen.

Ebenfalls neu sind einige Maßnahmen im Sinne von Barrierefreiheit. Dieses Jahr gibt es die Möglichkeit online Rollstühle für den Wiesn-Besuch zu reservieren. Sie können nach Reservierung (online oder telefonisch unter +49 176 43831566) an der Nähe der Eingänge G1 (Haupteingang) und G10 (Hans-Fischer-Straße) abgeholt werden. Aber auch für Menschen mit unsichtbaren Einschränkungen, wie Autismus, Angststörungen, chronischen Erkrankungen, Hörbeeinträchtigungen oder kognitiven Beeinträchtigungen gibt es Unterstützung. In Zusammenarbeit mit der Sunflower-Initiative werden zudem die Sicherheitsmitarbeiter geschult und auch eine Sensibilisierung der Wirte und Schausteller angeregt. Zusammen mit umhängbaren Schlüsselbändern mit einer Sonnenblume auf grünem Grund, die an der Tourist Info sowie an den Infoständen der Stadt auf der Wiesn erhältlich sind, soll diesen Menschen der Besuch der Wiesn einfacher ermöglicht werden.

Neben vielem Neuen gibt es aber auch dieses Jahr wieder Jubiläen zu feiern. Die Familie Willenborg - heute in dritter Generation Betreiber des großen Riesenrads auf der Wiesn, war bereits die Jahre davor mit bis zu vier unterschiedlichen Geschäften auf der Wiesn - vom Autoscooter bis zu Laufgeschäften. Bereits 100 Jahre gibt es die Hühnerbraterei Poschner auf der Wiesn. Nachhaltigkeit und Inklusion sind neben dem Verkauf von Hendl und Enten Schwerpunkte des Traditionsunternehmens. Die Hühnerbraterei hat als erster Festzelt das Signet "Bayern barrierefrei" erhalten.

Die Traditionen bei den Schaustellern hat die UNESCO 2026 ausgezeichnet und die Schaustellerkultur auf Volksfesten in das Verzeichnis immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

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