- Anzeigen -
Oktoberfest-TV
184. Münchner Oktoberfest
16. September - 3. Oktober 2017
Update: Saturday, 19. August 2017 — 13.15 Uhr
Startseite > Geschichte > Kurzchronik

Von 1810 bis heuteKurzchronik der Wiesn

Beginnend mit der Hochzeit des Kronprinzen Ludwig von Bayern mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen im Jahre 1810 bis in die Neuzeit. Lesen Sie unsere kurze tabellarische Zusammenfassung von über 200 Jahren Oktoberfest-Geschichte anhand der wichtigsten Ereignisse.

Wichtige Ereignisse der Wiesngeschichte

12.10.1810Hochzeit von Kronprinz Ludwig von Bayern mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen; Pferderennen auf der Theresien-Wiese.
1811Das Pferderennen findet erneut am 12. Oktober statt - die Tradition der „Oktober“-Feste beginnt.
1813Wegen des Krieges gegen Napoleon fällt das Oktoberfest erstmals aus.
1818Zum ersten Mal Bierausschank auf dem Oktoberfest - auch ein Karussel und zwei Schaukeln werden aufgestellt.
1819Der Beschluss, das Oktoberfest fortan jährlich stattfinden zu lassen, wird gefasst.
1835Der erste Trachten- und Schützenumzug durch die Münchner Innenstadt zur Theresienwiese findet statt.
1850Aufstellung der „Bavaria“ Ludwig Schwanthalers auf der Anhöhe über der Theresienwiese.
1854Auf Grund einer Cholera-Epidemie mit rund 3000 Toten alleine in München fällt das Oktoberfest aus.
1866Nach dem Krieg gegen Preußen fällt das Oktoberfest erneut aus.
1869Das „Original-Zauber-Spezialitäten-Theater“ von Michael August Schichtl ist zum ersten Mal auf der Wiesn vertreten.
1870Das Oktoberfest fällt wegen des deutsch-französischen Krieges aus.
1873Wegen einer erneuten Cholera-Epidemie fällt das Oktoberfest wieder aus.
1880Erstmals hielt das elektrische Licht auf der Wiesn Einzug. Etwa 400 Wirtsbuden und Schaustellerbetriebe erstrahlten in elektrischem Licht.
1885Die erste und damals einzige Hühnerbraterei der Welt von Joseph Ammer wird auf der Wiesn aufgebaut.
27.09.1887In einem Vorläufer des heutigen Weinzelts, der Weinhütte, brach wegen einer umgefallenen Petroleumlampe ein Feuer aus, dass auf fünf weitere Buden übergriff. Der Wirt kam beim Großbrand ums Leben.
1896Die ersten großen Bierburgen wurden von unternehmungslustigen Wirten in Zusammenarbeit mit den Brauereien aufgestellt.
1906Anton Bausch baut nach Pariser Vorbild den wahrscheinlich ersten deutschen Toboggan, eine ursprünglich amerikanische Turmrutschbahn.
1914-1918Die Wiesn fällt während des 1. Weltkriegs aus.
1919Es findet nur ein kleineres Herbstfest statt.
Der noch heute auf der Wiesn vertretene Kettenflieger der Familie Kalb wird von der Berliner Firma Gundelwein und Fischer hergestellt.
1920Das Oktoberfest fällt aus, nur ein kleineres Herbstfest wird ausgerichtet.
1923Wegen der galloppierenden Inflation kann das Oktoberfest nicht stattfinden.
1924Die Krinoline begeistert erstmalig auf dem Oktoberfest die Münchner.
1925Das kleine Riesenrad, auch Russenrad genannt, wird im Juni von Josef Esterl in Betrieb genommen.
1939-1945Das Oktoberfest findet wegen des 2. Weltkrieges und seiner Folgen nicht statt. Den Münchner Bürgern ist während dieser Zeit nicht zum feiern zumute.
1946-1948Wegen der schwierigen Situation der Nachkriegszeit kann kein Oktoberfest stattfinden. Anstelle dessen werden kleinere Herbstfeste ausgerichtet.
1948Auf dem anstelle der Wiesn veranstalteten Herbstfest zeigt Peter Mathes zum ersten Mal seinen Flohzirkus.
1949Nach dem 2. Weltkrieg findet erstmals wieder eine richtige Wiesn statt.
1950Erstmals wird die Wiesn mit den feierlichen Anstich des ersten Fasses durch den damaligen Münchner Oberbürgermeister Thomas Wimmer eröffnet.
1952Zur Vermarktung des Oktoberfestes schreibt die Stadt München erstmals einen Plakatwettbewerb aus. 50.000 Prospekte mit dem Siegermotiv werden in alle Welt versandt.
17.12.1960Ein Flugzeug mit 20 Insassen streift den Turm der Paulskirche und stürzt auf eine Trambahn in der Martin-Greif-Straße in unmittelbarer Nähe zur Theresienwiese. 53 Menschen kommen ums Leben, 20 werden verletzt.
1978Der erste mit dem Oktoberfestplakatmotiv verzierte offizielle Wiesn-Maßkrug wird aufgelegt.
1979Das heutige Riesenrad der Familie Willenborg mit einer Höhe von 50 Metern wird von der Firma Schwarzkopf erbaut.
26.09.1980Ein Neonazi verübt einen Bombenanschlag auf dem Oktoberfest. 13 Tote und über 200 Verletzte sind die schreckliche Bilanz. Ein Mahnmal erinnert heute an die Opfer. Zwölf Stunden nach dem Attentat wird der Oktoberfestbetrieb trotz kritischer Stimmen fortgesetzt.
1985175 Jahre Oktoberfest
2000Im Milleniums-Jahr dauert die Wiesn erstmals 18 Tage - der Feiertag „Tag der deutschen Einheit“ am 3. Oktober wird mit einbezogen.
2001In Anbetracht der schrecklichen Ereignisse des 11. Septembers fällt der Wiesn-Anstich durch den Oberbürgermeister aus - statt dessen gibt es eine besinnliche Eröffnungsveranstaltung; in den ersten Tagen bleiben die Besucher aus.
04.10.2002Die Wirtsbude „Glöckle-Wirt“ brennt in den frühen Morgenstunden vermutlich wegen technischem Defekts ab. Schon in der folgenden Nacht wurden alle Reste beseitigt und der Biergarten des angrenzenden Schottenhamel-Zelts entsprechend erweitert.
2010200 Jahre Oktoberfest
Im Jubiläumsjahr finden nach vielen Jahren erstmal wieder Pferderennen auf der Theresienwiese statt. Auf einem Teil des Geländes, das sonst immer wieder vom Landwirtschaftsfest belegt wird, findet eine Art „Nostalgie-Wiesn“ statt mit alten Fahrgeschäften und Preisen „wie anno 1810“. Im Velodrom und im Museumszelt erleben die Besucher die „gute alte Zeit“ wieder. Die Resonanz besonders bei den Münchnern ist überwältigend.
2011Nach der erfolgreichen „Nostalgie-Wiesn“ vom Vorjahr wird in diesem Jahr erstmals die „Oide Wiesn“ zusätzlich zum Oktoberfest auf dem Südteil der Theresienwiese abgehalten.
2013Das 180. Oktoberfest wird gefeiert. Der Toboggan stand vor 80 Jahren, 1933, das erste Mal auf dem Oktoberfest.
2014Die Krinoline stand vor 90 Jahren zum ersten Mal auf dem Oktoberfest.
Im gleichen Jahr fehlt eine andere langjährige Institution auf dem Oktoberfest: das Hippodrom. In Folge der Verurteilung wegen Steuerbetrugs hat der Stadtrat Sepp Krätz nicht mehr als Wiesn-Wirt zugelassen.
An selber Stelle steht seither der Marstall unter dem Wirt Siegfried Able, der zuvor schon einige Jahre mit der Kalbskuchl „geübt“ hatte. Vegetarische und vegane Gerichte gehören mit zu den Entscheidungskriterien für die Zulassung.
2016Als Folge der verschiedenen Terroranschläge auf Publikumsveranstaltungen beschließt der Münchner Stadtrat ein umfangreiches Sicherheitskonzept für die Wiesn, das erstmals eine komplette Einzäunung des Geländes beinhaltet. Außerdem dürfen größere Taschen nicht mehr mit aufs Gelände genommen werden. Die Sicherheitskräfte auf und um das Gelände wurden deutlich aufgestockt und die Sicherheitszone erweitert.
2017Die Wiesn wird digital. Neben einer Bezahl-App – MeinFest – bietet die Stadt nun selbst eine App mit Informationen rund ums Oktoberfest mit dem etwas sperrigen Namen „Oktoberfest - Die offizielle App der Stadt München“.

-mrj/ne